Venenchirurgie, Laser-OP und Beingeschwüre standen auf dem Programm
Mittwoch gegen 11:00 Uhr, Flughafen Riga. Sichtlich erleichtert nahm das Ärzteteam der Praxis für Gefäßmedizin Krefeld ihr Sondergepäck entgegen. Im Container befanden sich Shaver (Rasierer) zur Operation von offenen Beinen und verschiedene Laserinstrumente. Das es keine Schwierigkeiten durch die seltene Fracht bei der Einreise gab, dafür sorgten die Gastgeber Dr. Maurins, Gefäßchirurg in Riga und der lettische Gesundheitsminister Eglitis, die ihre Gäste freundlich am Airport empfingen.
Donnertag und Freitag standen Life-Operationen durch die spezialisierten Krefelder Mediziner auf dem Programm. Neben der Behandlung von offenen Beinen durch Shave-Therapie (Rasiertechnik), die wesentlich in Krefeld entwickelt wurde, zeigten die Ärzte Verfahren zur Beseitigung von Krampfadern.
Großes Interesse fanden hier die modernen Methoden der Laser- und Radiowellenbehandlung. „ Das Interesse an diesem Workshop war sehr groß und die vorhandenen Plätze in Kürze ausgebucht“, sagt Dr. Hans- Joachim Hermanns, Gefäßchirurg. Zu den Teilnehmern zählten Chirurgen aus allen baltischen Staaten, Russland, Finnland, Schweden und Deutschland. “Venenerkrankungen sind hier noch ausgeprägter als bei uns. Das liegt sicherlich am Gesundheitssystem der Letten. Entweder man wartet mehrere Jahre auf einen Termin in einer staatlichen Klinik oder zahlt privat. Viele Patienten haben deshalb das kostenlose Angebot zur Operation gerne angenommen, zudem sind sie fortschrittlich therapiert worden“, berichtet der Laserexperte Dr. Peter Waldhausen. „Dennoch sind die Letten eher bereit, für ihre Gesundheit selbst zu zahlen“. Am Samstag schlossen sich noch die ersten baltischen Venentage mit mehreren hundert Teilnehmern und vielen interessanten Vorträgen zum Thema Venenerkrankungen an. Auch hier waren die Krefelder Ärzte mit vier Beiträgen eingebunden. „Der internationale Kontakt ist heute in der Medizin sehr wichtig. Alle können voneinander profitieren. Dr. Maurins war schon Gast in Krefeld und sein OP-Team wurde bereits im letzten Jahr in der Helios Klink Hüls geschult“, kommentiert Hermanns. „ Von Riga selbst haben wir leider wenig gesehen. Die Stadt ist wunderschön und wir kommen gerne wieder“.


