Marvumar®

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Die Blutgerinnung ist ein ausgeklügeltes System - wenn Sie sich verletzen, dann gerinnt das Blut an der Oberfläche und die Blutung hört auf. Bei manchen Erkrankungen gerinnt das Blut jedoch in den Gefäßen selbst, so dass sie verstopfen.

In diesem Fall möchte man mit Medikamenten verhindern, dass dies passiert. So genannte Gerinnungshemmer (Antikoagulanzien) wie z.B. das Marcumar mit dem Wirkstoff Phencoproumon, verzögern die Blutgerinnung. Marcumar tut dies, indem es das für die Gerinnung notwendige Vitamin K hemmt.

Mit Marcumar® kann der Arzt Ihre Gerinnung so regulieren, dass es nicht zur Thrombose kommt, die Gerinnung dabei jedoch nicht vollständig ausgeschaltet ist. Daher muss die Wirkung des Medikaments im Blut regelmäßig kontrolliert werden:
Es wird der Quick-Wert (neuer: »INR«=International Normalized Ratio) bestimmt. Erst ab einem Quick-Wert von 50% und darunter (bzw. INR von 2,0 und höher) ist die Wirksamkeit gewährleistet. Ein INR von 4,0 und höher bedeutet Blutungsgefahr.

Bitte tragen Sie bei Einnahme von Marcumar immer Ihren Ausweis mit sich. Bei starker Blutungsgefahr durch Überdosierung kann der Arzt durch die Gabe von Vitamin K die Marcumar-Wirkung aufheben.

Bitte stellen Sie Ihre Ernährung nicht um, da sich dadurch auch die Aufnahme von Vitamin K ändern kann. Die Ärztin / Der Arzt passt die Dosierung des Medikamentes Ihren normalen Gewohnheiten an. So ist die Therapie für Patient und Arzt am einfachsten zu kontrollieren.

 

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